Deutschland in Europa und der Euro

(24.09.2012) Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Verfassungsmäßigkeit des ESM-Vertrages – unter Auflagen! – ist die Euro- und Staatsschuldenkrise vorübergehend aus den Schlagzeilen geraten. Etwas mehr Ruhe, etwas weniger Aufgeregtheit, das ist gut. Aber wir dürfen uns keinen Illusionen hingeben, die Krise ist noch lange nicht gelöst. Man denke nur daran, dass die EZB mit ihrem Beschluss, künftig unbegrenzt Staatsanleihen von Krisenstaaten aufzukaufen, deutlich die Richtung in eine Transferunion und eine höhere Inflation eingeschlagen hat. Schon lässt der Reformdruck in einzelnen Staaten nach: Die pauschale Lohnkürzung in Portugal wird es nicht geben, Spanien und Italien fordern, die Schlagkraft des Rettungsschirms ESM drastisch zu erhöhen. Notfalls sollen mehr als zwei Billionen Euro verfügbar sein – viermal so viel wie bisher. Und dass das Haushaltsloch in Griechenland nach Recherchen der Troika doppelt so hoch sein soll wie bisher angenommen, ist nicht wirklich eine Überraschung. Europa und der Euro: Dieses Thema wird uns noch lange beschäftigen. Es ist ein extrem wichtiges Thema und entscheidet über die Zukunft unserer Kinder. Umso mehr lege ich Ihnen den Vortrag von Erwin Teufel am 25. Oktober, 19:00 Uhr, im KFG ans Herz: Deutschland in Europa und der Euro.